Wilkommen in der Handelsstadt Havnnes

Stockfisch ist Norwegens ältester Exportartikel. In zahlreichen Ländern noch immer beliebt.

Stockfisch ist Wikingeressen - proteinreich und zu allem passend.

Havnnes liegt auf Uløya in der Kommune Nordreisa. Im Winter leben hier ca. 55 Personen, im Sommer ein paar mehr. Funde aus der Steinzeit belegen, dass Menschen hier seit etwa 6000 Jahren leben. Es wurden Messer, Speerspitzen, Äxte und Angelbleie gefunden, die zeigen, dass es auf Havnnes bereits sehr früh feste Wohnsiedlungen gab.

Havnnes ist eine Perle Nord-Norwegens - hier erlebt man sowohl das Grüne und Fruchtbare als auch im Kontrast das Wilde, Schöne und Unfruchtbare. Havnnes kann sich zudem mit dem Preis für die Kulturlandschaft des Jahres 2004 in Troms schmücken.

Am südlichsten Punkt der Uløya, wo der Rotsund in den breiten Lyngen-Fjord mündet, dort liegt Havnnes, handelsstrategisch geschickt platziert mit weiter Aussicht in alle Richtungen - der Ort wurde als eine der am schönsten gelegenen Handelsstädte des Landes bezeichnet. Wenn man sich Havnnes im Süden gegen den Rotsund nähert, eröffnet sich ein Naturschauspiel von verschwenderischer Pracht: zuvorderst die Ortschaft und ihre geordnete Siedlung mit einem weißen Innenhofplatz und roten Außenhofplatz, die Kulturlandschaft neigt sich gegen den Berg, und gen Westen die mächtigen Lyngsalpen, die schroff vom Fjord heraufsteigen.

Aber Havnnes ist nicht nur eine Handelsstadt – der Ort ist ebenso ein großer Bauernhof, der bis in die 1960er Jahre hinein zu den größten privaten landwirtschaftlichen Betrieben zählte, mit umfangreicher Tierhaltung und einer zeitgemäßen Ausstattung an Landmaschinen, mit 300.000 m² Ackerboden und 10.000.000 m² Weideland, größtenteils bewachsen mit wertvollem Birkenwald und Nadelwaldkulturen.

Rådmann Guttorm Friis